Jonas Vingegaard steigt vorzeitig aus der Tour de France aus
21 Jul

Jonas Vingegaard steigt vorzeitig aus der Tour de France aus

Remco Evenepoel war nach der 15. Etappe der Tour de France der glücklichste Fahrer, nachdem er sich seinen ersten Etappensieg des Monats gesichert hatte. Tadej Pogačar hingegen war nicht in bester Stimmung; sein wichtigster Rivale, Jonas Vingegaard, war vorzeitig aus dem Rennen ausgestiegen. Obwohl Pogačar bereits das Gelbe Radsportbekleidung trug, wirkte eine Tour de France ohne Vingegaard weniger reizvoll.

Vor der 15. Etappe musste sich Jonas Vingegaard einer langwierigen, 40-minütigen Dopingkontrolle unterziehen. Auch Tadej Pogačar wurde getestet, während andere Fahrer dieses Verfahren nicht durchlaufen mussten. Die Streckenführung der 15. Etappe wies in den Kurven markante Steinpoller auf. Für die Zuschauer stellten diese zwar keine Gefahr dar, für Profiradsportler, die mit hoher Geschwindigkeit unterwegs waren, waren sie jedoch extrem gefährlich. Die Rennveranstalter entfernten die Poller weder, noch kennzeichneten sie diese deutlich; infolgedessen übersah Vingegaard den freiliegenden Sockel eines Pollers, und die Wucht des daraus resultierenden Aufpralls führte zu schweren Verletzungen. Für das Team Visma–Lease a Bike war Vingegaard von entscheidender Bedeutung, da er als wichtigster Fahrer für einen Platz unter den ersten drei galt. Nun verletzt und unfähig weiterzufahren, gab Vingegaard seinen Ausstieg aus der Tour bekannt.

Nur Tadej Pogačar und Remco Evenepoel sprinteten auf die Ziellinie zu, wobei sich Letzterer schließlich den Etappensieg holte. Pogačar ging für den Sprint nicht aus dem Sattel; er hatte seinen wichtigsten Rivalen verloren. Auch wenn das Visma–Lease a Bike fahrradtrikot weiterhin im Rennen vertreten war, konnte sich Pogačar nicht mehr mit Vingegaard messen. Wäre Vingegaard nicht verletzt gewesen, hätte sich Pogačar im Ziel zweifellos ein echtes Duell mit ihm geliefert.